Beitrag veröffentlicht am: 13.02.2017

"Mit Gesängen beten" -Taizé Meditation - ein neues Angebot

Jeden Montag um 19:30 Uhr wird eine Taizé Meditation in der Hauskapelle durchgeführt

"Singen ist doppeltes Gebet"

Schon der heilige Augustinus erkannte die wunderbare, heilsame Kraft und Wirkung des Singens. In unserer Klinik haben Musik und Gesang einen ganz besonderen Stellenwert. Ulrich Aeberhard, Initiator dieses Hauses, selbst Musiker, Musiklehrer und Dirigent, schreibt dazu: "Es sind vor allem das Volkslied, das Marienlied und der Choral, die als ständiges Therapeutikum den Patienten in die kosmische Harmonie führen können ... Der Patient soll in der Begleitung des Therapeuten durch die klanggewordene Liebe des gesungenen oder gespielten Liedes zu einer Neuschöpfung werden".

Deshalb gehören Musiktherapie, Heilsames Singen, Meditation mit Werken von Johann Sebastian Bach und andere musikalische Veranstaltungen zur festen Einrichtung in unserer Klinik.

Neu wird ab heute, jeweils wöchentlich montags um 19:30 Uhr, in unserer Hauskapelle die Taizé Meditation eingeführt.

Patienten und Gäste können hierbei in einem offenen christlichen Geist, unabhängig der Konfessionszugehörigkeit, „mit Gesängen beten“. Dies ist ein Anliegen der Brüder von Taizé und auch eine weitere Möglichkeit, in unserem Haus Spiritualität in den Therapieprozess mit einzubeziehen. Die Teilnehmer erhalten ein Büchlein mit den Lied-Texten. Es ist auch geplant, eine CD mit den Liedern aufzulegen, wobei die Liedtexte im Booklet beigefügt werden. Diese können dann gegen einen Unkostenbeitrag an Interessierte abgegeben werden.

Vielleicht haben Sie einmal Zeit und Lust dabei zu sein, mitzusingen … Sie sind herzlich willkommen.

Ihre Klinik Sokrates

 

Hier noch einige Informationen zu Taizé:

Alles begann im Jahre 1940, als Frère Roger mit 25 Jahren sein Geburtsland, die Schweiz, verliess und nach Frankreich zog, woher seine Mutter stammte. Jahrelang hatte er an Lungentuberkulose gelitten. Während der langen Krankheit reifte in ihm die Absicht, eine Gemeinschaft ins Leben zu rufen. Beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs war ihm klar, dass er – wie es seine Großmutter während des Ersten Weltkriegs getan hatte – ohne zu zögern Menschen zu Hilfe kommen müsste, die Schweres durchzumachen haben. Er liess sich im kleinen Dorf Taizé nieder, das unweit der Demarkationslinie lag, die Frankreich damals teilte: ein guter Ort, um Menschen aufzunehmen, die auf der Flucht waren. Freunde in Lyon gaben seine Adresse an Hilfesuchende weiter.

Hieraus entwickelte sich die Communauté  von Taizé. Diese Gemeinschaft ist zwischenzeitlich ein internationaler ökumenischer Männerorden in dem Ort Taizé, ungefähr zehn Kilometer nördlich von Cluny, Saône-et-Loire, Frankreich. Bekannt ist sie vor allem durch die zunächst in Taizé und später in verschiedenen anderen Orten ausgerichteten ökumenischen Jugendtreffen, zu denen Tausende Besucher vieler Nationalitäten und Konfessionen kommen. Der Gründer, Frère Roger mit bürgerlichem Namen: Roger Schutz, der bis zu seiner Ermordung im Jahr 2005 als Prior der Gemeinschaft tätig war, trug massgeblich zu der heutigen Popularität bei, die sich ungebrochen fortsetzt. Taizé-Andachten mit Gebeten und Gesängen aus Taizé, finden immer mehr Anklang und Verbreitung und sind zum festen Bestandteil vieler Gottesdienstordnungen und Pfarrblätter geworden.

Weitere Infos unter http://www.taize.fr/de

Texte: Copyright © Ateliers et Presses de Taizé, Communauté von Taizé, 71250 Taizé, Frankreich

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